Architekturpreis 2012

Der Caparol-Architekturpreis „Farbe – Struktur – Oberfläche“ wurde am 26. September 2012 auf der Darmstädter Mathildenhöhe verliehen.

Archaisch: Der neue Kinosaal des Cinema Sil Plaz mit seinen massiven Wänden aus regional gewonnenem Stampflehm. Die Decke besteht aus schilfarmierten Lehmbauplatten, der Boden aus Lehm und eingestampftem Glasschaumschotter. Foto: Laura Egger, Zürich

Der Bar- und Bühnenbereich des Cinema Sil Plaz ist flexibel nutzbar. Die Holzdecke wurde mit Kalkkasein gestrichen, der originale Kalkputz an den Wänden freigelegt und der alte Zementboden mit seinen Nutzungsspuren erhalten. Foto: Laura Egger, Zürich

Besuchergebäude zur Gedenkstätte KZ Dachau: Bei Dunkelheit lässt sich die Transparenz und das Zusammenspiel der verkippten Stützen aus sägerauer Douglasie sehr gut erkennen. Foto: Stefan Müller-Naumann, München

Der Aufenthalt im Besuchergebäude zur Gedenkstätte KZ Dachau wirkt nicht bedrückend. Die Oberflächen spielen sehr subtil mit Glanzgraden und Rauigkeiten, die Hülle ist zugleich transparent wie geschlossen. Foto: Stefan Müller-Naumann, München

Links das umgenutzte Lagerhaus, von dessen Fensterbögen der Neubau Labels 2 sein zentrales Sinuskurven-Motiv herleitet. Die vorgehängten, grün lasierten Fassadenelemente nehmen den Kurvenverlauf der Tragstruktur im Inneren auf. Foto: Iwan Baan, Amsterdam

Dynamisierte Statik im Neubau Labels 2: Die tragenden Sichtbeton-Schotten werden durch zwei Sinusformen perforiert, was ein sehr bewegtes und flexibel nutzbares Interieur ergibt. Foto: Iwan Baan, Amsterdam

Der Anbau für den neuen Tabernakel von St. Jodokus tritt aus der gotischen Kirchenwand als skulpturale Geste nach draußen. Innen fasziniert die Führung des natürlichen Lichtes und die subtile Modulation der Oberflächen. Foto: Werner Huthmacher, Berlin

St. Jodokus: Jede Opferkerze erhält im weiß gefassten Betonstein einen eigenen Raum, der mit Messingblech ausgekleidet ist. Das ausgeklügelte Entlüftungs- und Filtersystem führt den Kerzenruß ab, nur beim Einstellen bleibt an der Wand eine winzige Rußspur, die zum Teil der Wandgestaltung wird. Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Die facettierten Fassadenelemente des Hochschulgebäudes in Luzern geben dem ehemaligen Postbetriebsgebäude einen völlig neuen Charakter. Damit wird auch der bisherige Hinterhof des Kongresszentrums deutlich aufgewertet. Foto: Roger Frei, Zürich

Im Inneren des Luzerner Hochschulgebäudes werden drei Schlüsselbereiche gezielt farblich behandelt, hier die Hofsituation mit bordeauxroter Flächengestaltung. Foto: Roger Frei, Zürich

Die prägnante Formgebung des Besucherzentrums Herkules entwickelt sich aus der Topografie und den historischen Achsen heraus. Das Gebäude wird außen wie innen durch die steinerne Sichtbeton-Anmutung geprägt. Foto: Jens Achtermann, Berlin

Besucherzentrum Herkules: Große Öffnungen stellen Sichtbezüge nach draußen her, die Farbgebung resultiert aus den Materialien Sichtbeton und dem dunklen Holz der Einbauten. Foto: Jens Achtermann, Berlin

Die große Wohnüberbauung Klee präsentiert sich mit einer interessanten Fassadenausbildung, die mit differenzierten Putzstrukturen und Farbigkeiten die Maßstäblichkeit positiv moduliert. Foto: Ruedi Walti, Basel

Wohnbau Klee: Durch die unterschiedliche Strukturierung der Fassaden löst sich deren Flächigkeit auf, es entsteht eine fast textile Anmutung. Foto: Ruedi Walti, Basel

Architekten

Preisträger

  • Capaul & Blumenthal Architects, Ilanz, CH
    Cinema Sil Plaz, Ilanz, CH
  • Florian Nagler Architekten, München, D
    Besuchergebäude KZ-Gedenkstätte, Dachau, D
  • HHF Architekten, Basel, CH
    Showroom-Gebäude Labels 2, Berlin, D
  • Reuter Schoger Architekten, Berlin, D
    Umbau Kirche St. Jodokus, Bielefeld, D

    Lobende Erwähnung

    • Enzmann Fischer AG, Zürich, CH
      Umbau Postbetriebsgebäude, Luzern, CH
    • Staab Architekten, Berlin, D
      Besucherzentrum Herkules, Kassel, D
    • Knapkiewicz & Fickert AG, Zürich, CH
      Wohnüberbauung Klee, Zürich, CH

    Jury

    • Hans Günter Merz, HG Merz Architekten Museumsgestalter, Berlin, D (Vorsitz)
    • Daniele Marques, Marques AG, Luzern, CH
    • Johannes Ernst, Steidle Architekten, München, D
    • Christian Hellmund, gmp Architekten, Berlin, D
    • Susanne Brandherm, b-k-i brandherm + krumrey interior architecture, Köln, D
    • Dr. Dietmar Danner, AIT, Leinfelden-Echterdingen, D
    • Dr. Ralf Murjahn, Deutsche Amphibolin Werke, Ober-Ramstadt, D